Dienstag, 26. Mai 2020

Auf nach Freiberg (Teil II)

Um 8.20 Uhr klingelt der Wecker. Allerdings fühle ich mich, als hätte ich die ganze Nacht kaum geschlafen. Kurz nach dem Hinlegen wurde mir kalt, also schnell die Beinlinge drüber. Zu kalt war es damit nicht mehr, aber gegenüber einem hermetisch abgeriegelten Schlafzimmer gibt es draußen im Wald eben doch allerhand zu hören. Außerdem muss ich aufpassen, nicht von der schmalen Bank zu fallen, auf der ich liege (der Boden schien mir zu dreckig). Irgendwann, deutlich vor Sonnenaufgang, erwachen dann die Vögel und veranstalten ein amtliches Pfeifkonzert. So bin ich fast erleichtert, als ich aufstehen kann - und dass ich die Nacht doch gut überstanden habe. Außerdem ist es ein traumhafter Morgen, mit gleißendem Licht und wolkenlosem Himmel.





Vor der Hütte

Etwas überfahren - aber glücklich

Etwas benommen packe ich meine Sachen zusammen, mache mich fertig und nach 55 Minuten verlassen Argos und ich dankbar unsere Unterkunft. Vorsichtig horche ich in mich hinein: Beine, Hintern, Schultern, Nacken - eigentlich fühlt sich alles ziemlich gut an. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben - es war ja auch erst ein halber Tag.

Bis Greifenstein ist es nicht weit und als wir um eine Kurve biegen, erkenne ich die Burg. Der Ort liegt auf über 400 m, direkt oberhalb des Dilltals. Man hat eine wunderbare Aussicht, besonders an diesem Morgen. Ich schieße ein paar obligatorische Bilder und dann sausen wir die über 200 hm hinunter ins Tal. An einer Bäckerei gibt es ein Frühstück und dann geht es ziemlich eben weiter entlang der Dill und der Lahn bis nach Gießen. Dort mache ich schnell ein Bild vor einem legendären Dönerladen für meinen alten Freund Moritz und dann verlassen wir Gießen schon wieder in östlicher Richtung. Die Gegend kenne ich noch gut von früher und mit den meisten Ortschaften, durch die ich komme, verbinde ich Erinnerungen an Menschen, die ich einmal kannte und Geschichten, die ich mit ihnen erlebt habe. Ich denke darüber nach, wie manche Menschen und auch Gegenden einen für eine bestimmte Zeit begleiten, vielleicht eine prägende Rolle spielen, bevor das Leben eine Wende macht, und es in eine andere Richtung geht. Wege treffen sich und gehen wieder auseinander. Irgendwann kann man auf eine Reihe solcher Lebensphasen zurückblicken - für diese hier bin ich dankbar.

Burg Greifenstein

Blick nach Südosten

Hätte ich die Sonnenbrille auf dem vorherigen Bild auch mal getragen...

Die wohl einzige Spielhalle mit Dönerspieß über dem Eingang

Während ich so meinen Gedanken nachhänge, klettere ich langsam im Vogelsberg empor. Von der räumlichen Ausdehnung ist er zwar kein großes Mittelgebirge, aber immerhin komme ich bis auf über 600 m. Ich fürchte schon, dass ich zu langsam unterwegs bin, denn in Fulda, auf der anderen Seite, bin ich mit Freunden zum Kaffee verabredet. Die Abfahrt geht aber dafür ziemlich zügig und gegen viertel vor vier komme ich an unserem Treffpunkt im Cafe im Kloster Frauenberg an. Nach 150 bergigen Kilometern merke ich schon, dass meine Beine nicht mehr ganz frisch sind, und ich bin froh, eine Pause zu machen. Außerdem freue ich mich, die beiden zu sehen - es ist immer besonders schön, wenn man fernab der Heimat das bekannte Gesicht eines Freundes sieht. Wir essen gemeinsam, genießen die Aussicht auf die Stadt und die Rhön und quatschen über alles Mögliche, aber nach über 2 Stunden merke ich, dass ich langsam weiter soll. Schließlich habe ich noch rund 120 km vor mir.

Im Vogelsberg



Vatertag

Der Blick vom Frauenberg

Wir verabschieden uns und Argos und ich machen uns wieder auf den Weg. Die Pause hat gut getan, meine Beine fühlen sich an wie neu, Argos fährt praktisch von alleine das Fuldatal hinunter. Sanft geschwungene grüne Hügel, liebevoll gepflegte Ortschaften, und das alles schon wieder im goldenen Abendlicht - es ist schön hier. Mein Weg führt mich nach Bad Hersfeld, wo ich im Botanischen Gärtchen neben der Stiftsruine (darin finden die Festspiele statt) eine kurze Pause mache. Auch hier ist es schön. Ich erinnere mich an eine Pizzeria, die mit ihrem Steinofen wahre Wunder vollbringen konnte - aber in 50 km kommt in Herleshausen ein Mc Donald's, der für meine Schwester und mich eine historische Bedeutung hat (niemals würde ich sonst McDo den Vorzug geben!). Als Notration - von meinen selbstgebackenen Müsliriegeln ist inzwischen nur noch einer übrig - kaufe ich an einer Tankstelle noch schnell eine Bifi und eine kleine Packung Prinzenrolle. Und schon geht es weiter: Die nächsten 200 hm in Richtung Friedewald stehen an. Die Straße zieht sich durch dichte Laubwälder, und hier ist es bereits so dunkel, dass ich meine Lampe einschalte. Bei der Abfahrt fallen mir am Horizont plötzlich merkwürdige Umrisse auf - grauweiß und unwirklich hoch, im Vergleich zu den grünen, sanft abgerundeten Mittelgebirgshügeln. Als ich näher komme erkenne ich sie: Die Abraumhalden vom Kalibergbau. Ich liebe die Berge, aber diese Salzriesen sind irgendwie bizarr. Echte Fremdkörper in der Landschaft, und im Gegensatz zu den Abraumhalden vom Braunkohletagebau wird auf ihnen niemals etwas wachsen - sie bestehen aus Salz. Dennoch ist es eine wunderbare Abendstimmung - das Werratal ist einfach schön. Langsam bin ich aber doch etwas in Eile. Ich möchte ja noch etwas essen und gerne nicht wieder erst um 3 Uhr im Bett liegen. Also trete ich motiviert in die Pedale und denke an das "goldene M", bei dem Kathrin und ich bei unseren Fahrten nach und von Freiberg auf halbem Wege so viele Male eingekehrt sind - auch das eine Episode, die inzwischen über 15 Jahre zurück liegt.

Die Stiftsruine in Bad Hersfeld

Einer der Kali Berge bei Heringen


Entlang der Werra


Der Mc Donald's in Herleshausen

Als ich mich Herleshausen nähere werde ich allerdings unruhig: Wo ist denn nun bloß das goldene M? Die werden doch wohl noch nicht geschlossen haben? Man sieht sowas doch normalerweise von weit her... Als ich in die Straße einbiege kommt die Gewissheit - der Laden ist zu. Oh nein. Inzwischen bin ich wirklich hungrig. Und obwohl ich weiß, dass eine Prinzenrolle einen in solchen Situationen nicht im Stich lässt, sehne ich mich nach etwas Herzhaftem. Ich bin ziemlich in der Provinz, es ist ca. halb elf abends und in den letzten Ortschaften hatte schon lange nichts mehr geöffnet. Viele Möglichkeiten habe ich nicht mehr, aber in gut 10 km kommt Eisenach - da sollte es hoffentlich noch etwas geben.

Ich atme meinen letzten Müsliriegel ein und schon eilen wir weiter. Den geplanten Abstecher zur Wartburg schenke ich mir, und fahre direkt ins Zentrum. Gottseidank finde ich einen Dönerladen, in dem ich mit einem Wolfshunger einen Döner verschlinge und noch einen Falafel-Teller als Betthupferl mitnehme. Mein Ziel ist ein Örtchen ca. 15 km hinter Eisenach, in dem ich wieder eine Waldhütte ausgeguckt habe. Als ich aber nach 10 km in einem sehr stillen Ort an einer schönen gemauerten Bushaltestelle vorbeikomme, entscheide ich mich um. Es ist zwar direkt an der Hauptstraße, aber neben dem Eingang ist es in dem Häuschen so dunkel und uneinsehbar, dass ich mich ziemlich sicher fühle. Und außerdem bin ich schlicht hundemüde. Die "Abendroutine" ist zwar noch etwas holprig, aber um kurz vor eins liege ich im Bett. "Zwei Stunden früher als gestern", denke ich zufrieden und bin schon eingeschlafen. Gute Nacht für heute.

Samstag, 23. Mai 2020

Auf nach Freiberg (Teil I)

Es ist Mittwoch Nachmittag, gleich soll es losgehen. Pünktlich nach der letzten Online-Konferenz mit den Kollegen (es ist 👑-Zeit) möchte ich eigentlich auf Argos sitzen und losreiten. Meine Packliste ist sogar bereits fertig - ansonsten habe ich jedoch noch nichts vorbereitet. "Das wird doch nicht so lange dauern", denke ich, und lerne meine erste Lektion (leider zum wiederholten Male), bereits vor der Abfahrt: Es dauert immer alles länger als angenommen. Wo war noch gleich das Flickzeug, die Kette muss ja noch abgeschmiert werden, nur noch schnell die Aero-Bars dran, aber dann muss ich ja die Lampe umbauen, und wie sieht eigentlich die Küche aus... Ich bewege mich wie in einem dieser Zeitlupen-Alpträume, nur der Sekundenzeiger wird immer schneller. Endlich, gegen kurz vor acht (also abends), sitze ich auf dem Rad und wir rollen los.

Endlich bereit

Es geht in Richtung Süden aus der Stadt, Oberbilk, Wersten, Holthausen - ziemlich Hauptstraße und inzwischen auch wieder ziemlich viel befahren. Aber ab Benrath wird es schön. Es geht am Rhein entlang, grün die Bäume, blau der Himmel, golden das Licht, und die Menschen, sozial ausgehungert nach zwei Monaten Lockdown, alle draußen (wie ich ja auch). Alles mit Abstand, natürlich.

Vater Rhein bei Benrath
Vater Rhein bei Benrath

Und die Schatten werden länger
Die Schatten werden länger

Ich mag die rechte Rheinseite südlich von Düsseldorf: Urdenbach, Baumberg, Monheim haben fast etwas Magisches, besonders in dieser sanften Abendstimmung. Allerdings bin ich nicht so richtig entspannt: Mein heutiges Ziel ist eine Schutzhütte im Wald, in der Nähe von Greifenstein, einem Örtchen am Ostrand des Westerwaldes - rund 150 km entfernt. Wenn ich noch eine Pause mache werde ich gegen 2 Uhr nachts ankommen. Ganz schön spät. Es ist das erste Mal, dass ich so tief in die Nacht fahre und auch das erste Mal, dass ich biwakieren werde (abgesehen von der Bundeswehr-Zeit). Beides ist wichtig zur Vorbereitung auf das Three Peaks, aber mir ist auch etwas mulmig zu Mute. Aber noch ist es schön. Inzwischen ist die Sonne untergegangen, die "Blaue Stunde" angebrochen. Ich komme durch Leverkusen und Köln-Mülheim, und hier brummt das Leben: Buntes Treiben auf den Straßen, vor Läden die Brautmoden, Gegrilltes, Gemüse und Süßes verkaufen. In der Luft liegt ein Duft von Holzkohle, Zitrone und Olivenöl - ein bisschen wie Duisburg-Hochfeld (hach, Duisburg...). Argos kennt dieses Gewusel von den Balkanländern und findet seinen Weg wie ein Fuchs im Dickicht. 

Blaue Stunde...
Blaue Stunde...

... und schwarze Nacht (aber gutes Licht)
... Schwarze Nacht (aber gutes Licht)


So geht es aus Köln heraus, Siegburg und dann - ja dann? Die Straße biegt in Richtung Südosten ab, es geht langsam bergauf, ich passiere einen Ortsausgang und sehe dass der nächste Ort (nennen wir ihn "Nirgendwotupfingen") 16 km entfernt ist. "Das kann doch nicht sein, 16 km keine Ortschaft?!", denke ich bei mir, und schon verschluckt mich die Dunkelheit. Plötzlich ist es Nacht, die Straße windet sich durch Wälder und Felder empor, selten überholt mich ein Auto und ich habe noch knapp 100 km bis zu meinem Ziel - einer Hütte im Wald, die ich bei Google-Earth meine gesehen zu haben. Beklommenheit steigt in mir auf. Die ganze Welt ist zu Hause, geht bald in Geborgenheit ins Bettchen, während ich mutterseelenallein durch die Nacht strampele, zu einem ungewissen Ziel - was wenn die Hütte voller Scherben ist oder andere, also echte, Obdachlose dort hausen? Aber es sind gar nicht so sehr rationale Überlegungen, es ist einfach ein Gefühl der Unsicherheit, Ausgesetztheit und Einsamkeit, das ich aus meinen vertrauten vier Wänden überhaupt nicht kenne. Plötzlich ist all meine Abenteuerlust verschwunden, zärtlich denke ich an mein Bettchen zu Hause und stelle mir vor, was meine Mutter mir entsetzt zu diesem Vorhaben sagen würde (vorsorglich habe ich sie nicht eingeweiht). Ob das wirklich alles das Richtige für mich ist? Ein erfahrener Randonneur hatte mir einmal geraten, "in die Nacht" zu fahren - jetzt weiß ich warum. "Don't scratch at night" steht im Handbuch des Transcontinental Race - "Gib nicht nachts auf". Ich bin noch warm, trocken und ausgeruht, habe eigentlich überhaupt gar kein Problem, aber ich ahne schon jetzt, dass dieser Satz dort aus gutem Grund steht. Also rufe ich mich zur Ordnung, bin rational: In 40 km kommt ein Mc Donald's, dort werde ich Licht sehen und etwas essen und dann kommen noch 50 romantische Kilometer bis zum Ziel. Anders als das Wort übernachten impliziert, ist die  Nacht kein Hindernis, was  überwunden werden muss. Man kann sie schlicht verbringen, drinnen oder draußen. Was für eine Lusche doch diese ganze Zivilisation aus mir gemacht hat! So versuche ich, die Dinge zu sehen wie sie sind: Eine fantastische Sommernacht, die Möglichkeit durch sie zu radeln und die Freiheit das zu tun. Es kostet etwas Selbstbeherrschung, aber ich finde meine innere Ruhe wieder - und irgendwann gegen kurz nach zwei biege ich von der Bundesstraße ab, Kurve ein paar hundert Meter durch den Wald und finde am Waldesrand meine Hütte. Sauber, nicht einsehbar, geschützt gelegen: Wie im Katalog :) Ich bastele mein Bettchen zusammen, nehme eine Magnesiumtablette, putze mir die Zähne, mache Katzenwäsche mit feuchten Tüchern und sprühe eine ordentliche Ladung Desinfektionsmittel in meine Fahrradhose (denn am nächsten Tag werde ich sie wieder tragen). Kurz vor 3 liege ich im Bett. Kein einziges menschengemachtes Geräusch ist zu hören. "Na, war doch alles halb so wild!", denke ich, und mache die Augen zu. Gute Nacht für heute.

Montag, 18. Mai 2020

Das Fahrradjahr 2020

Inzwischen ist es Mitte Mai - nicht gerade überfrüh für einen Eintrag mit diesem Titel. Man möge es mir nachsehen. Immerhin ist es auch noch nicht wirklich zu spät, denn die großen Fahrradziele des Jahres liegen noch vor mir... Denn ... Trommelwirbel ... ich habe mich für das Three Peaks Bike Race angemeldet, ein "unsupported" "Bikepacking" "Rennen" von Wien nach Nizza.

"Unsupported" bedeutet, dass man keinerlei Hilfe in Anspruch nehmen darf. Kein Teamauto, keine Mechaniker, keinen Masseur (gottseidank, das hätte ich ja alles gar nicht). Aber auch keinen Windschatten von anderen Radfahrern, keine Verpflegung an improvisierten Stationen von Familie oder Freunden, noch nicht einmal Tips über das Wetter oder hinsichtlich der Route. Denn die muss man sich selber suchen. 

"Bikepacking" ist schnell erklärt - man hat eben alles, was man braucht, selber dabei - oder kann es auch unterwegs kaufen. Nur Hilfe von außen ist nicht erlaubt...

Für ein "Rennen" ist es allerdings ein ziemlich spezieller Modus. Damit  niemand auf die Idee kommt, die Alpen links liegen zu lassen, sind drei bergige Streckenabschnitte obligatorisch: Die Großglockner Hochalpenstraße, der Col du Sanetsch im Wallis und der Mont Ventoux in der Provence. Wenn ich daran denke wird mir heiß und kalt. Ansonsten bereitet man seine Route selber vor, je nachdem ob man lieber flach und weit(er) oder bergig und (etwas) kürzer bevorzugt. Verkürzen, z.B. mit der Bahn, geht nicht, denn man bekommt einen GPS-Tracker und für die Dauer des Rennens kann jeder auf einer Homepage die Position und die Geschwindigkeit der Teilnehmer verfolgen - rund um die Uhr. Ein gutes Stichwort, denn es wird auch rund um die Uhr gefahren. Es geht am 25. Juli um 16 Uhr in Wien los und dann läuft die Uhr. Wer als erster in Nizza ankommt hat gewonnen. Das wird vermutlich nach weniger als 6 Tagen passieren, bei einer Entfernung von rund 2000 km... Bis zum 3. August um 18 Uhr wird jemand von den Organisatoren am Ziel sein, und spätestens bis dahin wollen die meisten angekommen sein. Dann gibt es eine kleine Finisher-Party. Ich stelle mir vor, dass man zusammen ein Bier trinkt, 3 Teller Nudeln und 4 Eis isst, bevor man an Ort und Stelle umkippt. Die rund 100 Teilnehmer sind keine Profis, sondern ein bunter Haufen aus Fahrrad-Verrückten kreuz und quer aus Europa. Dementsprechend gibt es auch kein Preisgeld; vermutlich fahren die wenigsten gegen andere sondern eher für sich selbst.

Das ist zumindest mein Ansatz. Nach 9 Tagen und 2 Stunden ist die Finisher Party - also wäre ich gerne nach 8 1/2 Tagen da, um etwas Puffer zu haben. Mein Soll sind also ca. 200 - 250 sehr bergige Kilometer am Tag. Je näher der Start rückt, desto mulmiger wird mir zumute: Es ist eine ganz andere Hausnummer als meine Tour im letzten Sommer. Allerdings bereite ich mich in diesem Jahr auch ziemlich ernsthaft vor. Spätestens seit Anfang Januar sind Argos und ich (gefühlt) ständig gemeinsam unterwegs und sammeln Kilometer.  Dabei geht es gar nicht so sehr darum, ein superstarker Radfahrer zu werden, sondern mich einfach an das ständige Treten, die Haltung, das Sitzen zu gewöhnen. James Hayden, zweimaliger Gewinner des Transcontinental Race (ebenfalls ein unsupported Bikepacking Rennen, rund 4000 km (!) quer durch Europa), sagte in einem Interview "You can't train for Ultra Endurance.". Es gibt eben kein Patentrezept dafür, tagein, tagaus 250 km und mehr auf dem Fahrrad zurückzulegen. Allerdings habe ich bei Chris White gelesen, dass die allermeisten Teilnehmer (des Transcontinental Race) in den 6 Monaten vor dem Rennen zwischen 6000 und 8000 Trainingskilometer zurück legen, und dass das ausreichend ist, wenn man von einem vernünftigen Niveau aus anfängt. Etwas Glück und fest die Zähne zusammen beißen gehört dann natürlich auch noch dazu.

An den letzten Wochenenden habe ich recht lange Touren (bis 300+ km) gemacht. Das klappt also schon mal. Aber was ist, wenn man den folgenden Tag nicht bis in den frühen Nachmittag im Wachkoma auf dem Sofa liegend verbringt, sondern wieder aufs Rad steigt? Davor habe ich immer noch etwas Bammel. Ich sollte nicht nur meine Ausrüstung, sondern auch mich selber testen - unter "Rennbedingungen". Und genau das werde ich über das Himmelfahrtswochenende machen :)

Mittwoch Abend starten Argos und ich in Richtung des schönen Freiberg (in Sachsen, dort habe ich studiert). Freitag Abend kommen wir hoffentlich an. Übernachtet wird - wie zumindest ab und zu im Rennen - draußen. Und die Tagesetappen sind ebenfalls "rennkonform". Insgesamt rund 680 km bei 5100 hm. In Freiberg gibts dann zur Belohnung eine Hotelübernachtung und eine Eierschecke :) Samstag geht es dann nach Dresden und von dort nehmen wir den durchgehenden IC nach Wuppertal. Wahrscheinlich schaffe ich es nicht, von unterwegs einen täglichen Eintrag zu schreiben - allenfalls kurze Lebenszeichen im Telegrammstil... Aber nachträglich gibt es hier sicher einen Bericht.

Bis dahin viele vorfreudige und etwas hektische Grüße - es gibt noch einiges vorzubereiten. Eigentlich wollte ich ja auch noch vom Two Volcano Sprint berichten, für den ich mich ebenfalls angemeldet habe. Aber das mache ich dann nach der Rückkehr von Freiberg :)

Samstag, 25. Januar 2020

Tag 31: Von Verona über München nach Düsseldorf (mit der Bahn)

Nachdem es lange keinen neuen Eintrag mehr gab - der letzte ist vom 6. Juli 2019 (und er beschreibt den 23. Juni 2019...) - wird es langsam Zeit. Der Rückreisetag ist denn auch schnell erzählt:

Nach einer erholsamen Nacht machen sich meine lieben Gastgeber mit mir zusammen auf zum Bahnhof. Sie haben einen Ausflug nach Mailand geplant und ich - schluchz -  werde mit der Bahn über München zurück nach Düsseldorf fahren. Zum Trost nehmen wir vorher noch am Bahnhof ein top-italienisches Frühstück, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und so steige ich mit gemischten Gefühlen in den Zug, der mich aus diesem Land, dieser Reise, diesem liebgewonnenen Landstreicherleben zurück nach Hause bringen wird. 

Nicht genau so, aber ungefähr so sah es aus :)
Beim Einsteigen
Unterwegs versuche ich gar nicht, über irgendetwas nachzudenken, und schaue stattdessen aus dem Fenster. Schnell kommen die Berge und mit ihnen die deutsche Sprache. Aber der erste bewusste Eindruck, an den ich mich erinnere, ist dass es auch nördlich der Alpen ein strahlender Tag ist. Satt grün die Wiesen des Alpenvorlandes, strahlend blau der Himmel, leuchtend rot die Geranien auf den Balkonen der alpenländischen Häuser, und alles liebevoll gepflegt und schön anzusehen. "Dein Heimatland heißt Dich willkommen", denke ich bei mir, und freue mich. In München habe ich eine Stunde Zeit für den Umstieg, es ist Mittagszeit. Argos und ich verlassen den Bahnhof; wir wollen eine kleine Runde drehen, und wer weiß, vielleicht zeigt uns das Schicksal ja etwas Schönes? Am Ende gibt es neben einem Falafel-Dürüm und einem Stück Kuchen noch ein paar einzeln nicht benennbare, schöne Eindrücke des sommerlichen München, die mich mit einem guten Gefühl wieder zum Bahnhof zurück kehren lassen - auch in Deutschland ist es schön.

Die restliche Fahrt ist spektakulär unspektakulär: Wir reisen mit dem ICE 4 direkt nach Düsseldorf. Die Bahn hat einen guten Tag, alles läuft wie am Schnürchen und am frühen Abend (für südländische Begriffe) bin ich wieder zu Hause. Verrückt. "Erstmal was essen.", denke ich gewohnheitsgemäß, und nachdem ich den treuen Argos entladen habe, gehe ich zu meiner Lieblingspizzeria, wo ich meine Lieblingspizza esse.

Pizza Volcano. Für mich unter den Top 3 nördlich der Alpen.
Und so geht diese Reise zu Ende. Der Tacho sagt mir, dass ich 3565 km gefahren bin, und 35781 Höhenmeter. In 166 Stunden (also einen gemütlichen Schnitt von 21.5 km/h, falls es jemanden interessiert). Hohe Zahlen, aber doch sagen sie wenig aus über diese Reise. Wie kann ich es besser beschreiben? Kurz gesagt: Diese war die beste Reise meines Lebens. Das dachte ich schon bei der Pizza, und das denke ich immer noch. Diese Begegnungen, diese Eindrücke, diese mannigfaltigen Gefühle und Erfahrungen, und das gute Gefühl, dass es am Ende doch immer gut läuft... Es ist sicher schön, wenn man so etwas in Gesellschaft unternimmt, weil man Schönes gut teilen kann. Wenn man alleine reist, bleibt einem das verwehrt. Aber dafür gibt es andere Gefühle und Erfahrungen die man eben auch nur alleine machen kann. So vielschichtig meine Motivation zu dieser Reise war, so vielschichtig ist auch das Erfüllung daraus. Würde ich es noch einmal tun? Hell yeah!

In den ersten Tagen und Wochen nach unserer Rückkehr bin ich etwas hibbelig und denke ständig, dass doch etwas passieren müsse - unterwegs gab es so viele Eindrücke mehr als in meinem Alltag. Aber es ist eben Alltag und allmählich gewöhne ich mich wieder daran. Und nach rund einen Monat "in den Tag leben" bin ich wieder angekommen, gehe ins Büro, sehe Freunde, backe Brot, fahre Fahrrad und beschäftige mich mit meiner zweiten großen Leidenschaft, der "Bewertung des Verlustkennfeldes einer außen gewickelten Sammelspirale eines Radialverdichters"...

Ganz herzlichen Dank für das Mitlesen, Mitfiebern und die vielen lieben Nachrichten und Kommentare, die mich auf unterschiedlichen Wegen erreicht haben. Dank Euch war ich nie alleine unterwegs: Ihr habt mir Windschatten gegeben wenn ich ihn brauchte, bergauf auch mal angeschoben und vor allem konnte ich mit Euch die vielen schönen Momente teilen. Danke :)

2019 war also ein ziemlich gutes Fahrrad-Jahr - und nicht nur. 2020 wird hoffentlich ein ebenso gutes Fahrrad-Jahr - und nicht nur :) Offen gesagt, habe ich mir auch für dieses Jahr wieder etwas vorgenommen. Etwas anderes, aber ebenfalls sehr schönes (hoffentlich). Und weil mir das Schreiben viel Freude macht, werde ich wieder hier darüber berichten. Heute nicht mehr, denn es ist schon spät, aber beim nächsten Eintrag erzähle ich, was ich vor habe. Gute Nacht für heute.

Samstag, 6. Juli 2019

Tag 30: Von Venedig über Vicenza nach Verona

Die Nacht auf dem Schiff war prima - zum schlafen ist eine fensterlose Kabine doch bestens geeignet. Dementsprechend werde ich vom Wecker geweckt, den ich schnell abstelle, um meine Kabinengenossen nicht zu stören. Kurz denke ich daran zu duschen, verwerfe es aber in Anbetracht der engen Dusche mit Vorhang schnell wieder. Gestern war ja kein so anstrengender Tag... Also ziehe ich mir noch im Bett liegend, im Dunklen meine Fahrradsachen an, und verlasse schnell die Kabine. Das Schiff ist schon in der Lagune und fährt durch ein enges Fahrwasser in Richtung Mestre, bald werden wir da sein. Ohne viel darüber nachzudenken, bestelle ich an der Bar einen Cappuccino und einen Toast (Kochschinken-Käse - DER griechische Snack). Erst als ich an meinem etwas faden Kaffee nippe, wird mir bewusst, dass ich gleich in Italien sein werde - Italien, dem Land, wo man an jeder abgeranzten Provinztankstelle vorzüglichen Kaffee bekommt. Dann muss ich eben mehr Caffè trinken :) Schnell packe ich in der Kabine meine Sachen und dann legt das Schiff auch schon an. Ich bastele die Taschen wieder an Argos, der die Nacht mit den anderen Fahrrädern in einer Art Käfig im Bauch des Schiffes verbracht hat, und schon verlassen wir das Schiff - und betreten italienischen Boden.

Beim Verlassen des Schiffs

Ein letzter Blick auf die "Hellenic Spirit"
Allerdings sieht es hier erstmal nicht ganz so aus, wie wir italophilen Deutschen es uns gemeinhin romantisierend vorstellen: Der Hafen ist, nun ja, eben ein Hafen, und dahinter schließt sich direkt ein Industriegebiet an. "Ziemlich grün alles", ist mein erster Eindruck. Es sieht schon fast nicht mehr subtropisch aus. Sommerlich zwar, aber eher gemäßigt. Ich bin etwas enttäuscht, sehe ich doch das von mir so verehrte Italien gerade mit anderen Augen. "Na komm, Du bist in einem Industriegebiet.", sage ich mir, und creme mich bei der ersten Gelegenheit mit Sonnencreme ein. Dann geht es weiter, und siehe, Italien, was mich noch nie im Stich gelassen hat, zeigt mir wieder sein schönes Gesicht: Das Industriegebiet ist vorbei und es wird ländlich und grün, bis wir in den nächsten Ort kommen. Hier gibt es ein paar kleine Kanäle, ähnlich wie in Venedig, und plötzlich sehe ich vor einer Bar ein paar Rennräder. Das Schicksal lädt mich zu einem zweiten Frühstück ein - und ich nehme gerne an. Die Rennräder gehören ein paar älteren Herren, die ihre sonntägliche Ausfahrt mit einem Caffè und ein paar Brioche (meist gefüllte Croissants) krönen. Ich hoffe inständig auf Tramezzini - sehr dünne, sehr weiße, nicht geröstete Toastbrotscheiben ohne Rand, die es mit verschiedenen Belägen / Füllungen gibt. Eigentlich geht es nur um den Belag, und das "Brot" ist nur da, um sich die Finger nicht schmutzig zu machen. Ich liebe Tramezzini, weil sie seit jeher jeglicher wohlmeinenden Gesundheits- und Ernährungshysterie trotzen (pures Weizenmehl, die Füllung manchmal etwas fettig) - und einfach unglaublich lecker schmecken :) Und wieder einmal meint Italien es gut mit mir: Es gibt Tramezzini und sie schmecken köstlich.

Die mutmaßlichen Sieger der Giri d'Italia 1979 - 1982 beim Frühstück

Eine ungewöhnliche Bauform, aber es sind Tramezzini (mit Kochschinken und Pilzen bzw. Thunfisch)
Als ich weiterfahre, wird mir bewusst, wie unglaublich viele Rennradler mir entgegen kommen. Vielleicht ist dieser Sport in Italien noch populärer als in Deutschland? Jedenfalls macht es ziemlich Laune, viele Gleichgesinnte zu treffen. Die allermeisten sind schon ältere Semester und gehen es nicht besonders verbissen an. Aber zu sehen, wie sie am Sonntagmorgen mit ihren alten Schätzchen unterwegs sind, einfach weil sie es schon seit Jahrzehnten so tun, bereitet mir Freude. Die Landschaft sieht zum Teil immer noch ein bisschen aus wie das Münsterland, aber dort ist es ja bekanntermaßen auch schon fast etwas italienisch ;)

Das ist nicht der Emsradweg...

...und dies ist nicht die Ems.


Kurz hinter Padua (weit sind wir also noch nicht gekommen), fällt mir in einem Ort eine sehr schöne Pasticceria (eine Konditorei) auf. Ob das Schicksal möchte, dass ich ein drittes Frühstück nehme? Ich überschlage kurz meinem Kalorienbilanz der letzten Wochen und komme zu dem Ergebnis, dass vermutlich keine akute Gefahr für Übergewicht besteht. Na dann... :) Ich entscheide mich für ein vorzügliches Blätterteigteilchen mit einer Füllung aus Pistaziencreme - köstlich. Vor lauter Begeisterung teile ich das Erlebnis per Whatsapp mit meinem Freund Jan, der das Glück hat, mit Dani, einer echten Italienerin verheiratet zu sein. "Du solltest noch ein Eis nehmen!", schreibt er mir umgehend zurück. Er hat Recht, und tatsächlich gibt es sogar Eis. "Man soll die Feste feiern wie sie fallen.", denke ich, und esse noch ein Pistazieneis, mit vielen kleinen Stücken echter Pistazien. Hmmm :)



Nun geht es weiter in Richtung Vicenza. Es liegt auf unserem Weg nach Verona, und da ich bisher noch nie dort war, möchte ich einen kleinen Zwischenstopp machen. Als wir ankommen ist es Mittagszeit, und weil heute auch noch Sonntag ist, flanieren in der Stadt schon einige Menschen. Mein erster Eindruck von Vicenza ist positiv: Wie in der überwiegenden Mehrzahl der Städte Norditaliens ist der Stadtkern auch hier wunderschön, mit vielen vielen Renaissance-Bauten. Auf Wikipedia lese ich, dass Vicenza eine der reichsten Städte Italiens sei - klingt glaubwürdig. Mein zweiter Eindruck ist sehr positiv: Es sind kaum Touristen unterwegs. Eigentlich klar: die meisten zieht es ins nah gelegene Venedig, einige ins benachbarte Padua, und viele nach Verona. Ich selbst bin ja auch zum ersten Mal hier. Und es lohnt sich. Ich binde Argos gegenüber einer Bar an und mache einen kleinen Spaziergang. Auf dem zentralen Platz, der Piazza dei Signori, gibt es eine nette Veranstaltung für Kinder und ich schaue kurz zu, wie ein paar Bambini mit Tretautos um die Wette fahren. Dann lasse ich mich durch die Gassen treiben, besuche eine Kirche und finde einen interessanten Laden mit ausgefallenen Panini. Irgendwann nehme ich noch ein Eis, aber dann erinnere ich ich an den treuen Argos, der immer noch auf mich wartet - Zeit wieder weiter zu fahren.


Kurz vor Vicenza: Im Hintergrund die Alpen




Automobile Schönheiten gehören in Italien einfach dazu - leider noch verhüllt







Tolle Panini. Und natürlich ist es keine Cola sondern Chinotto - Bitterorangenlimonade


Vicenza liegt fast auf halbem Weg nach Verona, aber ab jetzt fühlt es sich so an, als ob wir schon fast da wären. Ob das daran liegt, dass ich nun nicht mehr alle 15 km eine Essenspause mache? Egal. Die Landschaft wird allmählich hügelig und die Felder gehen immer mehr in Weinberge über, während die Nachmittagssonne alles mit ihrem weichen, goldenen Licht begießt. Es ist wunderschön, und ich werde etwas wehmütig, als mir bewusst wird, dass diese die letzten Kilometer dieser langen Reise auf Argos sein werden. Als ich daran denke was vor mir liegt, daran dass ich morgen Abend voraussichtlich zu Hause sein werde, erscheint es mir fast unwirklich. Wenn ich aber zurück denke, an die Tage, ja Wochen im Sattel, erscheint mir auch das unwirklich. "Vielleicht ist es manchmal das beste im Hier und Jetzt zu bleiben.", denke ich mir, und genieße die Umgebung. Fruchtbares, liebliches Land wechselt sich mit kleinen, namenlosen aber sehr schönen Örtchen ab.





Als ich schon in den Außenbezirken von Verona bin, nehme ich in einer Pasticceria noch einen letzten Caffè und ein ganz köstliches Mandelgebäck, bevor ich bei Tobias, Barbara und Paula ankomme. Tobias und ich sind Kollegen, und zufällig verbringen die drei gerade ein paar Tage hier. Als uns vor der Abreise bewusst wurde, dass wir an diesem Tag zusammen in Verona sein würden, haben sie mich sofort eingeladen, in ihrer Ferienwohnung zu übernachten - sehr nett :) Inzwischen ist es auch schon wieder ein paar Tag her, dass ich meine Eltern gesehen habe, und es ist schön, ein paar Gesichter aus der Heimat zu sehen. Paula sehe ich allerdings zum ersten Mal - sie ist erst ein halbes Jahr alt: Ein robustes, gut gelauntes Baby, was lacht wenn man es kitzelt, Grimassen schneidet, oder es anlacht :) Abends machen wir einen kleinen Spaziergang durch die Stadt. Verona ist wesentlich voller als Vicenza, aber auch sehr schön. Wir finden ein nettes Restaurant, in dem es reichlich Pferd und Esel auf der Karte gibt. Ich erinnere mich daran, dass in dieser Gegend viel Pferd gegessen wird... Diesmal beschränken wir es aber auf ein Minimum: Lediglich eine Eselsalami als Vorspeise, ansonsten kommt kein Pferd auf die Teller - und es schmeckt trotzdem. Als wir wieder zu Hause sind, bin ich ziemlich müde. Als Paula noch einmal aufwacht, bekomme ich es kaum mit - und bewundere dann Tobi und Barbara, die sicherlich auch müde sind, aber sich natürlich um ihre Tochter kümmern. Ob junge Eltern irgendwelche besonderen Hormone haben, die sie irgendwie aufputschen? Ich wünsche es den beiden, wie ich schlaftrunken in meinem Bettchen liege.

Morgen früh gegen 9 Uhr werden wir gemeinsam vom Bahnhof abfahren. Die drei nach Mailand und ich über München nach Düsseldorf. Es ist eine ziemlich gute Verbindung (weniger als 12 Stunden), aber Argos und ich sind längere Stand- bzw. Sitzzeiten nicht mehr gewohnt. Mal sehen, wie es wird. Gute Nacht für heute.

Mit Tobias, Barbara und Paula in Verona